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Geschichtliches zur Pension Rosengarten in Bad Saarow

Vor dem 1. Weltkrieg ließ sich der Schriftsteller Helmut Ortmann das Haus der heutigen Pension in der damaligen Michaelisstraße 1, jetzt Platanenstraße 1, erbauen. Nur wenig ist von ihm überliefert, da er auch unter dem Pseudonym Helmut Ten Moor schrieb. Zu seinen Büchern gehörte das "Haus des Schreckens".

Mit Dr. Hegens war er 1914 im Vorstand der Saarower Moorbad GmbH. 1920 verkaufte er sein Grundstück an Oberstleutnant Hugo Kayser. Nur kurz besaß es danach ein Makler, bis es 1923 Max Rosengarten erwarb, der aus Ratzeburg nach Saarow kam.
Rosengarten hatte 1920 mit seinem Neffen den Scharmützelsee von der Saarow-Pieskow Landhaussiedlung gekauft, wobei 1.050.000 Mark als Hypotheken im Grundbuch eingetragen waren. Rosengartens nannten sich jetzt Seegutsbesitzer.
Da der Scharmützelsee kein geschlossenes Gewässer war, musste er 1930 dem Deutschen Reich verkauft werden. Rosengarten erhielt ein Erbpachtvertrag für 40 Jahre.

Nachdem der Bürgermeister Janssen 1939 zur Wehrmacht eingezogen war, amtierte Max Rosengarten bis zu seinem Tod im Sanatorium von Dr. Grabley am 30. September 1944 als stellvertretender Bürgermeister uns Standesbeamter. Seine Frau folgte ihm 58-jährig am 5. Januar 1946, nachdem sie nach Einmarsch der Roten Armee das Haus räumen musste. Sie hatte sich in den Fischereibetrieb in Diensdorf zurückgezogen.

Zu DDR-Zeiten nahm der Rat des Bezirkes Frankfurt/Oder das Nachbargrundstück dazu und nutzte das Ganze jahrelang als Gästehaus für seine Mitarbeiter. Nach der Wende wurde das Haus für kurze Zeit ein Seniorenheim. Mit den wenigen Plätzen, die dort eingerichtet werden konnten, war dieses Vorhaben zum Scheitern verurteilt.

Ende der 90er Jahre war das Haus in der Platanenstraße 1 Ausweichquartier für den Lehrstuhl Gewässerschutz der Hochschule Cottbus.

Seit Anfang dieses Jahrhunderts wird es nun als Hotel-Pension betrieben und wurde nach und nach zu einer modern eingerichteten Herberge mit direktem Seezugang.
(z.T. aus MOZ. Feb. 99)